Unglaublich, aber unsere 3 Wochen Neuseeland sind um und wir sind bereits wieder zurück im  winterlichen Sauerland.

Unsere letzte Woche in Neuseeland hat bei uns aber weitere unvergessliche Eindrücke hinterlassen:

Zunächst waren wir in Rotorua und Umgebung und erlebten dort vulkanische und geothermische Aktivitäten. Beeindruckend: in der gesamten Stadt und Umgebung brodelt und gast es.  Ein Nebeneffekt der ganzen vulkanischen Aktivität ist natürlich der Schwefelgestank, der stellenweise kaum auszuhalten ist :-). Im kostenlosen Kuirau Park sahen wir kochendes Wasser, brodelnde Schlammlöcher und den wunderschönen heißen See mit seinen Dampfschwaden. Vom Lookout in Whakararewarewa bekamen wir einen Überblick über die gesamte brodelnde und faszinierende Stadt. Leider brach der Geysir während unseres Lookout-Besuches nicht aus. Schade.  Im Maori Dorf Ohinemanu bekamen wir anschließend einen kleinen Einblick in die Maori-Kultur.  Danach legten wir einen kurzem Badestop im Lake Rototiti ein.

 Am nächsten Tag ging es weiter entlang der wunderschönen Seen Rotoehu und Raroma ins Städtchen Kawerau. Den dortigen kostenlosen Maurice Kjar Memorial Swimming Pool nutzten wir für eine kleine Schwimmeinheit und genossen den wunderbar warmen Whirlpool. Heute war mal wieder ein Strandtag angesagt, wir fuhren zum Dotterel Point Reserve und verbrachten einen chilligen Tag mit anschließendem Wahnsinns-Sonnenuntergang.  Nicht ganz so schön, aber irgendwann musste es ja mal passieren: Wir hatten zum ersten Mal Kontakt mit den neuseeländischen Sand Flies :-(.

 Montag und absolutes Blue Bird Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein wanderten wir nochmals den wunderbaren Strand entlang. Auf unserem Weg nach Mt. Maunganui machten wir einen kleinen Zwischenstop an den Kaiate Falls und nahmen trotz Warnung vor Bakterien ein erfrischendes Bad im kalten Fluß. Wunderbar! Jetzt war es an der Zeit, Lisa zu Sabi zu bringen und unsere Reise zu dritt fortzusetzen. Da Sabi noch keine Zeit hatte, bestiegen wir den Mt. Maunganui noch zu viert und genossen einmalige Ausblicke auf den südpazifischen Ozean. Anschließend hieß es für Lisa, sich mal wieder für weitere drei Monate von Moritz zu verabschieden. Lisa setzt inzwischen ihre Reise mit mehreren Freundinnen auf Bali fort. Viel Spaß euch allen dort.  Der Rest der Familie Hesener verbrachte den Abend am wunderschönen Onemanu Beach auf der Coromandel Halbinsel.

Coromandel: das steht besonders für den Hot Water Beach und Cathedral Cove. Beides stand am nächsten Tag auf unserem Programm. Obwohl am Morgen noch Flut war, konnten wir den Hot Water Beach genießen. Im Meer stehend bekamen wir mega heiße Füße. Thermalquellen vulkanischen Ursprungs liegen hier direkt unter dem Sand. Es ist üblich, sich hier bei Ebbe seinen eigenen kleinen Whirlpool zu buddeln. Wir waren uns jedoch einig, dass sich dies für uns erübrigt, da uns die heißen Füße bereits genügten :-). Nach einem Sonnenbad und einem Sprung in die Fluten am Hot Water Beach fuhren wir dann nach Hahei. Auch dieser Ort hat wieder einen traumhaft schönen Strand. Hier startet auch der Wanderweg zur Cathedral Cove, den wir gemeinsam mit vielen weiteren Touristen und Backpackern in Angriff nahmen. Nach ca. 45 Minuten erreichten wir dann den wirklich magisch schönen Strand an der Cathedral Cove. Überall am Strand sind interessante Kalksteinformationen zu entdecken, die diesem Ort etwas bizarr  Schönes verleihen. Abends waren wir für sämtliche Free Campsites zu spät, so waren wir wieder einmal gezwungen, einen Campingplatz aufzusuchen. Der Flaxmill Camping ist aber auch sehr zu empfehlen, top gepflegt und sauber.

 Nach einigen Tagen mit Sonnenschein regnete es am darauffolgenden Tag leider. Nichtsdestotrotz nahmen wir den Rest der Coromandel Peninsula in Angriff. Jammerschade, dass wir diese Wahnsinns-Landschaft nicht wirklich sehen konnten. Immerhin klarte es auf, als wir im Örtchen Coromandel eintrafen. Nach einem 1A Cappuccino setzten wir unseren Weg auf dem SH 25 fort und kamen doch noch in den Genuss einzigartiger Ausblicke.  Die Nacht verbrachten wir auf Rays Rest am Firth of Thames – wieder gemeinsam mit Sand Flies :-(.

Nun kam auch schon der Donnerstag, Zeit uns auf den Weg nach Auckland zu machen. Gesagt, getan. Nach einem kurzen Spaziergang auf den 196 Meter hohen Mount Eden fing es dann leider zu regnen an. Der Mount Eden ist der höchste von zahlreichen Vulkankratern in Auckland. Wir parkten am Hafen in Auckland und warteten ab. Wie immer in Neuseeland riß der Himmel dann irgendwann wieder auf, so dass wir trockenen Fußes zum Hafen gehen konnten. Im Hafen von Auckland befandsich immer noch der gesamte Tross des Volvo Ocean Race, inzwischen auch mit allen 7 teilnehmenden Booten.  Es war mega interessant zu erfahren, wie die Crews diese Weltumseglung erleben. Man konnte ein „halbes“ Originalboot erkunden und erleben, wie die Segler ihre lange Zeit an Bord verbringen etc. Weiterhin erfuhren wir, dass die Volvo Ocean Race die United Nations Clean Sea Campaign unterstützt, etwas, was uns Heseners allen sehr am Herzen liegt.  An diesem letzten Abend genossen wir die neuseeländische Hafenatmosphäre noch einmal in vollen Zügen.

 Ruckzuck war die Nacht um und der Tag des Rückfluges stand an. Wir säuberten unsere Jucy Lucy, die uns drei Wochen lang unser neuseeländisches Zuhause war.  Die Koffer wurden gepackt und schon standen wir am Flughafen und verabschiedeten uns von Moritz. Nur noch 3 Monate, dann sehen wir uns wieder :-).

Bis wir Neuseeland wiedersehen wird es wohl noch etwas länger dauern – aber ein Besuch der Südinsel ist für 2020 schon fest eingeplant.

KIA ORA AOTEAROA.