Nun ist auch schon unsere 2. Woche Urlaub in Neuseeland Geschichte. Zeit mal wieder einen kleinen Überblick über unsere Aktivitäten der vergangenen Woche zu geben:

Nach einem kurzen Zwischenstop in Auckland am Hafen ging es weiter Richtung Süden. Hafen Auckland deswegen, weil derzeit die Volvo Ocean Race dort Zwischenstop macht. Mitte März geht es für die Segler weiter nach Brasilien. Anschließend hieß es Gas geben und Kilometer fressen, gegen 5 pm kamen wir in Tongaporutu an. Von einem schönen Free Camping machten wir uns bei Ebbe auf den Weg zu den „3 Sisters“. Wir erlebten einen traumhaften Sonnenuntergang und der Mt. Taranaki, Ziel des kommenden Tages, zeigte sich uns bereits in seiner vollen Pracht.

Am kommenden Tag war es leider bewölkt. Egal, wir fuhren trotzdem zum Mount Taranaki,  ein 2.518 m hoher Vulkan. Dieser Vulkan ist mit sehr vielen einzigartigen Pflanzen bewachsen und auf jeden Fall einen Besuch wert. Leider immer noch bewölkt, aber trotzdem ging es durch dichten Regenwald zur Kapuni Lodge und zu den Dawson Falls. Leicht durchgefroren entschieden wir uns entgegen unserer Planung doch wieder auf Meereshöhe zu fahren. Im Hawera Motor Camp waren wir froh, dann mal heiß zu duschen und unsere Klamotten zu waschen.

Nun war Neuseelands Hauptstadt Wellington an der Reihe. In Whanganui, einem Städtchen auf unser Route, sorgten wir dann in diversen Supermärkten mal wieder für unsere Verpflegung. Strömender Regen begleitete uns auf unserem Weg ganz in den Süden der Nordinsel. Wir übernachteten in Wainake am Strand. Der Regen hörte dann auch endlich auf und wir konnten noch eine kleine Strandwanderung einlegen.

Am kommenden Dienstag fuhren wir nach Eastbourne, um von dort mit der Fähre nach Wellington zu fahren. Tja, Wellington: nicht zu vergleichen mit Hauptstädten mit Geschichte in Europa, ist halt erst ca. 180 Jahre alt.  Wir nahmen mit Genugtuung zur Kenntnis, dass auch in Neuseeland gegen die Plastiktüte protestiert wird. Am Regierungssitz demonstrierten einige Kiwis „Ban the Bag“. Dies ist wirklich wichtig und richtig, steht doch an jeder Supermarktkasse Personal, welches die gesamten Einkäufe in kleine Plastiktüten verpackt.

Da das Wetter am Mittwoch nicht so gut war, legten wir mal wieder einen „Fahrtag“ ein. Wir fuhren quer durch Neuseeland bis zum Tongariro National Park und übernachteten auf der Whakapapa Lodge, mal wieder mit heißer Dusche :-).

Donnerstag war dann Tongariro Alpine Crossing angesagt. Früh um 7 ging es mit dem Shuttlebus und einem sehr gut aufgelegten Busfahrer zum Ausgangspunkt der Tour.  Wir wanderten zwischen den Vulkanen Tongariro und Ngauruhoe bis zum höchsten Punkt der Tour auf knapp 1.900 Hm. Gottseidank riss die Wolkendecke immer wieder auf und wir hatten den Schicksalsberg (Mount Doom) direkt vor uns. Auch die Emerald und Blue Lakes konnten wir sehen.  Nach 5.45 Stunden erreichten wir dann den Endpunkt unserer Tour und der Busfahrer brachte uns wieder zurück. Die Tour war mega anstrengend, aber diese Vulkanlandschaft ist absolut einzigartig und umwerfend. Wieder mal ein Muss für jeden Neuseeland-Besucher. Nach einer heißen Dusche (schon wieder :-)) ging es zum wunderschönen Lake Taupo.

Tja, und was kommt nach Mordor? Natürlich Hobbiton. Wir buchten die Tour für nachmittags um 4.40. Da wir noch etwas Zeit hatten, besuchten wir aber noch die Blue Springs am Waihoe River – glasklares, türkisfarbenes Wasser – superschön. So langsam stieg nun die Stimmung und Erwartung – lohnt sich der Besuch in Hobbiton, der immerhin 79 NZ$ (ca. 48 Euronen) p.P. kostet oder nicht? Und dann ging es los: Mit dem Bus wurden wir zu 12 Personen (normal sind 40 !!!) durch Auenland gefahren und unser Guide Aiden erzählte uns viele Einzelheiten und Besonderheiten. Wir hatten jede Menge Zeit, um uns zu informieren und ausgiebig Fotos zu schießen. Der Filmset Hobbiton ist absolut sehenswert und die 79 $ haben sich mehr als gelohnt, zum Abschluss der Tour hat man die Möglichkeit, im „Green Dragon“ ein lecker Stout, Ale oder Cidre zu trinken. Da wir die 2 letzte Gruppe des Tages waren und in der nachfolgenden Gruppe auch nur noch 10 Teilnehmer waren, hatten wir das Auenland und die gesamte Location fast für uns allein. Also, wer kann, eine der letzten Touren am Tag nehmen.  Diese Detailverliebtheit und die wunderbare Landschaft verzaubert jeden. Passend zu diesem gelungenen Tag fanden wir dann auch noch einen wunderbaren Übernachtungsplatz in Horahora am Waikato River.

Jetzt freuen wir uns auf die kommende Woche, die auch noch einige Highlights bereit hält. Demnächst mehr :-).

Auswahl der Bilder!