Wer im teuren Neuseeland etwas erleben möchte, der muss ein paar Moneten verdienen. Dafür habe ich mich auf den Weg nach Blenheim gemacht. In der Region ist es das größte Weinanbaugebiet Neuseelands und die Region Marlborough ist eine der sonnenreichsten des Landes.

Aber bevor es mit dem Geldverdienen los ging, musste ich erstmal das Wochenende in Blenheim rum bekommen. Am Sonntag machte ich mich früh morgens auf zu einer kleinen Wanderung.  Eigentlich hatte ich eine größere Wanderung geplant, aber bis zum Startpunkt der Wanderung hätte ich ein Auto gebraucht. Deshalb hatte ich mich am Samstag im Infocenter schlau gemacht, welche Wanderung ich von Blenheim aus starten kann. Da kam nur eine  in Frage, und zwar in die Wither Hills. Das ist eine kleine Bergkette, die ich zu Fuß von meinem Hostel aus erreichen konnte. In den Wither Hills wachsen nur einige wenige Bäume und so geht man den größten Teil des Weges durch Wiesen. Aus diesem Grund hat man immer einen sehr guten Blick auf Blenheim. Und kurz vor dem „Gipfel“ eröffnete sich mir der Blick auf die Cook Street, die Meeresstraße, die die Südinsel und die Nordinsel trennt. Des weiteren sah man auch  die ersten Teile des Marlborough Sounds. Vom Gipfel aus sah ich dann nicht nur das Meer, sondern auch einige schneebedeckte Berge, ich glaube, dass das die schneebedeckten Gipfel im Gebirge um Kaikoura sind.

Nach dem Vergnügen musste ich mich jetzt auch einmal an die Arbeit begeben, um nächstes Jahr dann auch wieder Vergnügen zu haben. Also fing ich am Dienstag mit der Arbeit auf dem Vineyard an. Meine derzeitige Aufgabe besteht darin, Drähte, die aktuell oben an Pfosten mit Nägeln befestigt sind, mit Nägeln in Bodennähe am Pfosten zu befestigen. Das ist eine ziemlich einfache Aufgabe, welche nach einem Tag schon sehr langweilig ist. Aber: die großartigen Landschaften um die Vineyards motivieren ein immer wieder aufs Neue. Dann weiß man direkt, aus welchem Grund man hier Geld verdienen muss: nämlich um Neuseeland zu bereisen! Für den Kopf ist es überhaupt nicht anstrengend, aber für die Füße schon, denn an einem normalen Arbeitstag geht man im Schnitt 18 bis 20 km.

Mein Alltag in Neuseeland hat im Moment nur sehr wenig Höhepunkte. Um 5.45 Uhr stehe ich auf, frühstücke und mache mich fertig. Dann fahren wir (so ziemlich alle Bewohner des Hotels) zum Treffpunkt der Arbeitsvermittler. Dort werden wir in Gruppen eingeteilt und fahren mit dem Supervisor auf eins der tausend Vineyards. Um 7 Uhr startet dann dort die Arbeit. Nach 2 x 15 Minuten und einer 30 Minuten Pause geht es um  ca. halb 5 wieder ins Hostel. Nach Duschen, Essen und Quatschen mit den anderen Backpackern wird das Essen für die Lunch Pause am nächsten Tag gekocht. Die Lunch-Break haben wir zur Pasta-Break umgetauft, da fast jeder jeden Tag Pasta isst. Und so fliegen die Tage hier in Blenheim nur so an einem vorbei. Bald bin ich schon 2 Monate in Neuseeland unterwegs und schon 3 Wochen in Blenheim.

Wenn wieder was Spannendes in Neuseeland passiert, melde ich mich wieder! 😀

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