Die letzten Tage in Deutschland & die ersten Tage in Neuseeland

Die letzten Tage in Deutschland waren schon schwer komisch, der letzte Affen in Deutschland, immer wieder von Freunden und Familie verabschieden und dann zum ersten Mal in ein Flugzeug steigen, um endlich nach Neuseeland zu kommen.

Die letzten Tage im Sauerland.

Am Samstag vor dem Abenteuer gab es eine super Abschiedsfeier in der Casa del Hesener. Mit einer Menge Krombacher habe ich Abschied von meinen besten Freunden und Familie genommen. Danke nochmal, dass Ihr meine Reisekasse noch ein bisschen aufgefrischt habt. 🙂

Nachdem ich die Bude wieder sauber und meinen Affen überwunden hatte, musste ich mir  so langsam Gedanken machen, was alles in meinen Rucksack kommen sollte. Zum Glück konnte mir auch hier das Buch von meiner Schwester weiter helfen (hier schon einmal beschreiben).  Getreu dem Motto „Freiheit ist, wenn alle Dinge, die man für ein Jahr benötigt, in einen Rucksack passen.“ habe ich dann meinen Rucksack gepackt.

Im Endeffekt bin ich bei ca. 16 Kilo gelandet, die ich jetzt durch Mittelerde  tragen muss. Wenn dann irgendwann der Neuseeländische Winter vorbei sein wird, wird er ein wenig leichter, da ich dann die Skiklamotten, die ich jetzt fürs Skifahren in Queenstown brauche, wieder nach Hause schicken werde.

Die ersten beiden Flüge in meinem Leben!

In dieser Woche gingen die Tage sauschnell rum und ruckzuck war schon Donnerstag, der Tag, an dem das Abenteuer beginnen sollte. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Auto nach Frankfurt an den Flughafen. Als erstes musste ich mich für ein paar Stunden von meinem Rucksack verabschieden, da er nicht ins Handgepäck passte. Gut 1 1/2 Stunden vor Abflug stand dann der letzte große Abschied an. Nachdem ich mich von meinen Eltern und ein paar guten Freunden verabschiedet hatte, ging es mit feuchten Augen durch die Sicherheitskontrolle.  Glücklicherweise hatte ich genug Zeit, da ich gefühlt von einem Ende des Flughafens ans andere Ende laufen musste. Als ich gerade am Gate angekommen war, kam schon die Durchsage, dass es ca. 20 Minuten später los geht. Aus den 20 Minuten wurden dann aber 30 Minuten Warten.

Ich hatte die Sitzplätze für die beiden Flüge schon vorher im Internet gebucht, also konnte ich mich auf meinen ersten Flügen auf Fensterplätze freuen. Auf dem Flug von Frankfurt nach Bangkok hatte ich Glück, dass direkt neben mir der Sitz frei blieb. Ich denke, dass das der Grund war, dass ich gut die Hälfte des Fluges schlafen konnte. Trotzdem war ich in Bangkok schon ziemlich angeschlagen und dort musste ich irgendwie 6 Stunden tot schlagen. Gottseidank hat irgendeiner mal das Internet erfunden, ich weiß nicht, wie man früher so eine Zeit überbrückt hat. Dadurch, dass es Free WiFi gab, ging die Zeit dann doch einigermaßen schnell um. Anschließend standen wieder ca. 10.000 km auf dem Programm. Auch dieser Flug ging wieder den größten Teil durch die sternenklare Nacht. Leider konnte ich auf dem 2. Flug nicht mehr so viel schlafen, aber mit dem guten Entertainment Paket von Thai Airways konnte ich die Zeit gut überbrücken.

Das absolute Highlight bisher war dann der phänomenale Sonnenaufgang, als wir über Sydney geflogen sind.

Ich denke, auf den Bilder kommt es nicht so gut rüber, aber in diesem Moment hatte ich richtige Glücksgefühle.  Nach dem Sonnenaufgang war es dann auch nicht mehr weit bis Auckland. Nach gut 28 Stunden Travel war ich mega froh, in meinem vorübergehenden Heimatland angekommen zu sein.

Die ersten Tage in der City of Sail.

Den Tag der Ankunft konnte ich total vergessen. Nach dem Einchecken im Hostel ging es für mich direkt ins Bett. Ich wusste gar nicht, dass man 13 Stunden am Stück überhaupt schlafen kann.  Der Jetlag hatte mich total erwischt! Gut, dass die Supermärkte in Neuseeland 24/7 offen haben, so konnte ich dann wenigstens am Sonntag noch die ersten Einkäufe tätigen. Etwas überraschend fand ich in der Bierabteilung auch ein Stück Heimat.

Um dem Jetlag wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken, war Bewegung angesagt. Also entschied ich mich am Nachmittag noch auf den Mt. Eden zu gehen. Ich hatte schon  gelesen, dass man von dem erloschenen Vulkan über ganz Auckland sehen kann. Und so war es auch, ich konnte von der Tasmanischen See im Westen bis zum Pazifik im Osten gucken.  Auf dem Berg habe ich zum ersten Mal einen Eindruck davon bekommen, wie groß Auckland ist. Es ist die größte Stadt in Neuseeland, hier wohnen ca. 1,4 Mio. Menschen, das sind ungefähr 30 % der neuseeländischen  Gesamtbevölkerung.

An den ersten beiden normalen Wochentagen in Neuseeland regelte ich noch ein paar organisatorische Dinge, damit ich auch in Neuseeland Geld verdienen kann. Gut, dass man hier den größten Teil bei einer einzigen Stelle, nämlich der Post regeln kann, hier habe ich mir ein Bankkonto eröffnet und eine Steuernummer beantragt. Außerdem habe ich mir noch eine Prepaid Card für das Handy gekauft, damit ich nicht nur in Hostels Internet habe. Am vorerst letzten Tag in der City of Sail lief ich dann mal eine Stunde an der Hafenpromenade entlang, um nicht ganz die Form zu verlieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spätestens in 6 Monaten bin ich aber wieder in Auckland, um Familie Hesener vom Flughafen abzuholen. Im nächsten Blog werde ich mich dann aus dem richtigen Winter aus Queenstown melden. Bis dahin.

Galerie der Bilder

1 Kommentar

  1. Lukas und Josi

    22. August 2017 at 11:48

    Wir wünschen dir eine ganz tolle Zeit in NZ, Moritz, und sind schon gespannt, das nächste Mal wieder von dir zu lesen 🙂
    Liebe Grüße aus den USA
    Lukas und Josi

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